
Biografie
Micheline Bourday
Micheline Bourday, geboren als Micheline Rouyat am 6. Oktober 1921 im 17. Arrondissement von Paris und gestorben am 26. November 1988 in Ville-d’Avray (Hauts-de-Seine), war eine französische Schauspielerin.
Micheline Yvonne Marie-Marcelle Rouyat wurde im Oktober 1921 in Paris geboren. Obwohl sie Pariserin war, begann Micheline Bourday ihre Karriere am Théâtre Royal des Galeries in Brüssel, wohin sie von den Regisseuren Lucien Fonson und Aimé Declercq eingeladen worden war, und später am Théâtre National und am Rideau de Bruxelles. Sie kehrte häufig nach Belgien zurück.
Zehn Jahre später, 1969, kehrte sie nach Paris zurück und spielte unter anderem an der Comédie des Champs-Élysées in Jean Anouilhs Barockdrama *Cher Antoine*.
Im Theater schrieb sie unter anderem die Stücke *Les Caméléones*, *Le Clin d'œil*, *Les Autruches* und *Des phantasmes dans le caviar*, wobei letzteres beim Festival du Marais in Paris Premiere feierte.
Bekanntlich wurde sie durch ihre Rolle als korrekte Schriftstellerin in *Le Pays bleu*, einer einfühlsamen Chronik des ländlichen Lebens unter der Regie von Jean-Charles Tacchella, und vor allem durch ihre Rolle als Ehefrau von Sergeant Gerber (gespielt von Michel Galabru) in den letzten beiden Filmen der *Gendarme*-Reihe. Sie trat die Nachfolge von Nicole Vervil an, die sich freiwillig aus der Filmwelt zurückgezogen hatte. Ihre Karriere endete mit Andrzej Żuławski, der ihr eine kleine Rolle in *Mes nuits sont plus belles que vos jours* anbot, einer Adaption des Romans von Raphaële Billetdoux.
Wenige Wochen später, allein, krank und depressiv, beschloss Micheline Bourday, ihrem Leben ein Ende zu setzen.
Sie war vier Jahre lang mit dem Produktionsdesigner Willy Holt verheiratet, der 2007 verstarb.